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Sieg gegen Japan: Wasserballer im Viertelfinale

Das deutsche Wasserball-Team hat bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Shanghai das Viertelfinale erreicht. Gegen Japan gewannen die Wasserball-Herren mit viel Mühe.
24.07.2011 17:10 Uhr

Shanghai - Als fast nichts mehr ging, musste "King Kong" ran. Deutschlands Wasserballer stehen nach einem mühsamen 8:6 gegen Außenseiter Japan im Viertelfinale der Schwimm-WM - und durften sich dafür bei ihrem Torhüter Roger Kong bedanken.

"Wenn King Kong am Schluss die Bälle nicht hält, hätte das noch schiefgehen können", sagte Bundestrainer Hagen Stamm in Shanghai. Der WM-Sechste trifft nun am 26. Juli auf Titelverteidiger und Topfavorit Serbien.

"Wenn wir so gegen die spielen, verlieren wir mit 15 Toren", grantelte Stamm und setzte mit grimmiger Miene hinterher: "Aber wir werden nicht wieder so spielen." Kapitän Marc Politze nahm die im Gegensatz zu überzeugenden Gruppenspielen erschreckend schwache Leistung mit Galgenhumor: "Wenn die Serben uns gesehen haben, werden sie uns auf jeden Fall unterschätzen."

Der WM-Sechste Deutschland tat sich gegen die körperlich unterlegenen Japaner schwer und konnte an gute Leistungen der Vorrunde mit dem Sieg gegen den Olympia-Zweiten USA und auch dem 6:7 gegen Vize-Europameister Italien nie anknüpfen. Das schnelle 2:0 gab keine Sicherheit, die lautstarke Unterstützung der über 100 Mitglieder der deutschen Schwimmjugend keinen Rückenwind.

Ohne die weiter verletzen Stammkräfte - Florian Naroska musste mit einer Oberarmzerrung passen, Torhüter-Urgestein Alexander Tchigur wegen Adduktorenproblemen - fehlte in der Abwehr die Stabilität. Nach dem schnellen 2:0 lief nur noch wenig zusammen, Japan ging sogar 3:2 in Führung und hielt das Spiel bis zum Schluss offen.

Tchigir-Vertreter Roger Kong hielt dann den Sieg mit Paraden fest, Trainersohn Marko Stamm sorgte mit seinem dritten Treffer für die Entscheidung. "Dass ein Hosenscheißer hier drei Tore werfen muss, ist schon bezeichnend", sagte Vater Hagen und spielte auf die im Kader grassierenden Magen-Darm-Probleme an. Zudem bemängelte er, 50 Prozent des Teams hätten "die Ohren auf Durchzug gestellt". Und er wunderte sich, dass einem Spieler bei der Einwechslung die "Beine gezittert" hätten. Stamms Rezept für Serbien: "Ich werde Tabletten gegen Zittern ausgeben."

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