Den deutschen Wasserballern ist beim Acht-Nationen-Turnier in Syrakus die Krönung einer starken Vorstellung verwehrt geblieben. Im Endspiel am Tag nach dem ersten Sieg gegen Olympiasieger Ungarn seit 14 Jahren im Halbfinale (11:9) musste sich das Team von Bundestrainer Hagen Stamm Gastgeber Italien mit 6:9 (1:1, 2:4, 2:4, 1:0) geschlagen geben.
Stamms Fazit nach dem vorletzten Test für die EM ab 29. August in Zagreb fiel nach dem Coup gegen die Magyaren trotz der Niederlage gegen den Weltliga-Fünften Italien positiv aus: "Wir hätten nie daran gedacht, bei diesem Turnier Zweiter werden zu können. Der Sieg gegen Ungarn war geradezu historisch", sagte Stamm und lobte die Mannschaft auch für die Vorrunden-Leistungen beim schon beachtlichen 9:9 gegen den WM-Vierten USA sowie bei den Erfolgen gegen Kasachstan (14:9) und Kanada: "Wir haben drei Schritte nach vorne gemacht."
Ihre Generalprobe für Zagreb bestreitet die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) in zwei Wochen bei einem Turnier in Budapest. Gegen die Gastgeber des letzten EM-Tests hatte Deutschland vor Syrakus zuletzt 1996 in Weinheim gewonnen und danach 30 Länderspiele in Folge gegen den Rekordolympiasieger und zweimaligen Weltmeister nicht mehr gewinnen können.