(c) SID IMAGES/AFP/: Scheich Mohammed Al Maktoum (r.) schickt zwei Pferde ins Rennen
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Deutsches Derby in Hamburg

Beim heutigen 141. Deutschen Derby in Hamburg muss sich Favorit Zazou gegen ausländische Pferde beweisen. Galopper Condoor von Klaus Allofs hat keinen Platz mehr bekommen.

Favorit Zazou muss sein Stehvermögen beweisen, die ausländischen Pferde wollen einen historischen Sieg, nur Klaus Allofs schaut beim heutigen 141. Deutschen Derby in die Röhre: Für den hoffnungsvollen Galopper Codoor des Geschäftsführers von Fußball-Bundesligist Werder Bremen war im 20er-Feld für das mit 780.000 Euro dotierte wichtigste Rennen der deutschen Turfsaison am Sonntag in Hamburg-Horn kein Platz mehr.

Dafür richten sich die Blicke auf Zazou. Der dreijährige Hengst aus dem Stall des Krefelder Trainers Mario Hofer gilt bei den Buchmachern als Favorit auf den Derbysieg. Mit dem Union-Rennen hat Zazou das wichtigste Vorbereitungsrennen gewonnen. Fraglich ist nur, ob er die in Hamburg geforderte 2400-Meter-Distanz bewältigen kann. "Einmal geht das immer", sagte Hofer. Als Jockey wurde der Franzose Olivier Peslier verpflichtet. Für Zazous Besitzer, dem Trierer Sportmanager Werner Heinz, gewann Peslier das Dery bereits 2003 mit Dai Jin.

Größte Konkurrenz durch Zazou und Buzzword

Gefährlichste Gegner von Zazou könnten die beiden ausländischen Gäste sein. Scheich Mohammed Al Maktoum meldete für jeweils 50.000 Euro Monterosso und Buzzword nach. Der Herrscher von Dubai peilt mit seinen Vierbeinern den ersten ausländischen Sieg in der Geschichte des Deutschen Derbys an.

Monterosso, den der fünffache britische Jockeychampion Kieren Fallon reitet, hat in Royal Ascot gewonnen und war Vierter im Irischen Derby. Dessen Stellenwert steht über dem deutschen Pendant. So wird dieses Pferd auch mit der Programm-Nummer eins ins Rennen gehen, die traditionell dem Vierbeiner mit dem höchsten Ranking gebührt.

Gleich fünf Pferde schickt Trainer Peter Schiergen (Köln) ins Rennen. Stalljockey Andrasch Starke hat sich für Seventh Sky entschieden, dessen Brüder Samum und Schiaparelli schon das Derby gewonnen haben. "Nicht nur aus nostalgischen Gründen", sagte Starke und ergänzte: "Der ist wirklich unser Bester. Aber das wird Sonntag eine ganz heiße Kiste. Ich bin selber gespannt."

Zukunft der Rennwoche steht in den Sternen

Starke ist nur einer von drei in Deutschland gebürtigen Jockeys im Derby. Besonders stark ist in diesem Jahr der Frankreich-Trend, sieben im Nachbarland lizensierte Reiter wurden engagiert.

Gute Chancen werden auch Scalo attestiert, den Andreas Wöhler in Gütersloh für den Wittener Einrichtungsunternehmer Manfred Ostermann trainiert. Im Union-Rennen endete er weit hinter Zazou, doch hatte sich dabei Jockey Eduardo Pedroza an der Innenseite restlos festgefahren.

Für den Hamburger Renn-Club war die bisherige Derby-Woche noch kein Erfolg. Auf Grund der großen Hitze war der Besuch übersichtlich, auch gewettet wurde weniger. Wenn im kommenden Jahr wie angekündigt der jährliche Zuschuss des Senats von 400.000 Euro entfällt, steht die Zukunft der Rennwoche in den Sternen.

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