Die Leverkusenerin verfehlte am Mittwoch in ihrer Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm nur knapp eine faustdicke Überraschung und musste im Bronze-Kampf der entthronten Titelverteidigerin Kaori Matsumoto (Japan) den Vortritt lassen. "Ich wollte die Medaille unbedingt. Jetzt bin ich schon enttäuscht, aber morgen freue ich mich sicher über den guten Wettkampf", sagte die 29-Jährige nach ihrem starken fünften Platz. Am Donnerstag hoffen die deutschen Mattenkämpfer vor allem auf Olympiasieger Ole Bischof und den Teamkollegen Sven Maresch.
Die anderen deutschen Starter enttäuschten dagegen am zweiten Wettkampftag. Hoffnungsträgerin Romy Tarangul verlor gleich ihren ersten Kampf in der Gewichtsklasse bis 52 Kilogramm gegen die spätere Fünfte Joana Ramos (Portugal) und musste sich unerwartet früh aus dem Rennen um die Medaillen verabschieden. "Der Kampf war gut, aber nicht gut genug", fasste Frauen-Bundestrainer Michael Bazynski den kurzen Auftritt zusammen. "Das war eine sehr enge Geschichte." Auch für Mareen Kräh kam gegen Angstgegnerin Ilse Heylen (Belgien) in der Verlängerung das frühe Aus. Christopher Völk musste sich in der Klasse bis 73 Kilo ebenfalls nach dem ersten Kampf verabschieden.
Für ungläubiges Staunen sorgte im Lager des Deutschen Judo-Bundes (DJB) der Auftritt Ropers. Erst warf die Leverkusenerin in ihrem Auftaktkampf überraschend die letztjährige WM-Zweite Telma Monteiro (Portugal) aus dem Rennen. Dann kämpfte sie sich bravourös durch das Turnier und verpasste als Fünfte am Ende nur knapp eine Medaille. Für Marlen Hein kam dagegen im dritten Kampf das Aus.