Zum Auftakt der Welttitelkämpfe unterlag der EM-Fünfte aus München in seinem zweiten Kampf dem Briten James Millar und musste sich frühzeitig aus dem Medaillenrennen der Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm verabschieden. "Das war nicht das, was er leisten kann, aber so ist nun mal Judo", sagte Männer-Bundestrainer Detlef Ultsch.
Englmaier hatte den Kampf gegen den Briten dominiert, ohne allerdings zu einer Wertung kommen zu können. Wenige Sekunden vor Schluss sicherte sich Millar dann mit einem Yuko den Sieg. "Ich habe die rechte Hand im Nacken zugelassen und nicht genug kontrolliert", ärgerte sich der Münchner. Der Leichtgewichtler war am WM-Auftakttag der einzige Starter des Deutschen Judo-Bundes (DJB). Wie der Münchner scheiterte auch der österreichische Olympia-Zweite Ludwig Paischer bereits in seinem zweiten Kampf.
Am Mittwoch haben die deutschen Mattenkämpfer erstmals berechtigte Hoffnungen auf Edelmetall. Romy Tarangul, immerhin WM-Dritte von 2009, und Mareen Kräh gehen in der Klasse bis 52 Kilo an den Start. In der Klasse bis 57 Kilo ist der DJB durch Marlen Hein und Miryam Roper vertreten. Bei den Männern startet Christopher Völk in der Klasse bis 73 Kilo. Am Donnerstag steht der Auftritt von Olympiasieger Ole Bischof an, der auf seine zweite WM-Medaille nach Bronze 2009 hofft.