Maximilian Müller (vorn) setzt sich gegen den Spanier Santi Freixa durch.
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Hockey-Herren nach Gala dicht vor EM-Halbfinale

Deutschlands Hockey-Herren stehen bei der Europameisterschaft in Mönchengladbach dicht vor dem Einzug ins Halbfinale. Im Duell mit dem Olympia-Zweiten Spanien bot das Team von Bundestrainer Markus Weise eine wahre Machtdemonstration.
22.08.2011 19:29 Uhr
Deutschlands Hockey-Herren stehen bei der Heim-Europameisterschaft vorzeitig im Halbfinale. In einer Neuauflage des Olympia-Endspiels von 2008 setzte sich die Auswahl von Bundestrainer Markus Weise am Montag in Mönchengladbach gegen Spanien sicher mit 3:1 (0:0) durch.

Da Russland anschließend Belgien mit 1:7 (0:3) unterlag, war auch die letzte theoretische Chance dahin, dass Deutschland die Top-Vier verpassen könnte. Gegen Russland reicht am Mittwoch ein Punkt zum Gruppensieg.

Vor 6000 Zuschauern erzielten Christopher Wesley (42. Minute), Thilo Stralkowski (49.) und Moritz Fürste (65.) die sehenswerten Tore zum zweiten Turnier-Erfolg. Deutschland (6 Punkte) ist klarer Favorit gegen Russland (0), Spanien muss dagegen gegen Belgien (je 3), zum Auftakt 1:3-Verlierer gegen die Gastgeber, ums Weiterkommen bangen.

"In der zweiten Halbzeit war der Auftritt meiner Jungs nahezu perfekt - bis auf das Gegentor", lobte Weise sein Team. Doch Eduard Tubuas Ehrentreffer (69.) war lediglich ein Schönheitsfehler. "Im Grunde war es eine überragende Leistung in allen Mannschaftsteilen", ergänzte der Bundestrainer. "Wir waren hinten und vorne stark", meinte Kapitän Max Müller. Und Spaniens Star Santi Freixa brachte es auf den Punkt: "Heute hatten wir gegen diese Deutschen keine Chance."

Beiden Mannschaften merkte man von Beginn an deutlich den Respekt voreinander an. Durch das gegenseitige Abtasten blieben in dem Duell der Gruppenfavoriten, die sich zuletzt fast immer spannende Spiele geliefert hatten, Chancen in der Anfangsphase Mangelware. Als erste gaben die Deutschen ihre Zurückhaltung auf und erspielten sich gute Einschussmöglichkeiten. Florian Fuchs (21.) scheiterte erst an Keeper Francisco Cortes und dann am Pfosten. Kurz darauf hatte Fürste nach einem schönen Solo das erste Tor auf dem Schläger, wurde aber noch geblockt. Und der starke Fuchs scheiterte erneut an Cortes.

Nach dem Wechsel musste Deutschland nach einer Zeitstrafe gegen Kapitän Müller vorübergehend in Unterzahl agieren. Als die Elf wieder komplett war, traf Wesley nach schönem Fürste-Pass per Stecher zum verdienten 1:0. Das wirkte befreiend, nun lief das deutsche Spiel wie am Schnürchen. Nach einer tollen Kombination über mehrere Stationen sorgten Stralkowski mit seinem zweiten und Fürste mit dem ersten Turniertor für die Entscheidung - und mächtig Jubel auf den Rängen.

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