Stephanie Beckert musste die EM wegen Rückenproblemen absagen.
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Familie Beckert im Pech: Kein EM-Start

Schwerer Rückschlag zum neuen Jahr: Stephanie Beckert hat wegen Rückenproblemen ihren Start bei den Eisschnelllauf-Europameisterschaften vom 7. bis 9. Januar im italienischen Klobenstein abgesagt. Das gab Bundestrainer Markus Eicher nach einem Test-Wettkampf in Erfurt bekannt.
02.01.2011 15:43 Uhr

Erfurt - Schwerer Rückschlag zum neuen Jahr: Stephanie Beckert hat wegen Rücken-Problemen überraschend ihren Start bei den Eisschnelllauf-Europameisterschaften vom 7. bis 9. Januar im italienischen Klobenstein abgesagt.

Das gab Bundestrainer Markus Eicher nach einem Test-Wettkampf in Erfurt bekannt. "Sie hat es heute noch einmal probiert, aber die Beschwerden sind nicht geringer geworden", begründete Eicher die schwere Entscheidung, nachdem die dreifache Olympia-Medaillen-Gewinnerin über 1500 Meter in 2:03,6 Minuten ins Ziel gekommen war. Schon beim letzten Weltcup in Hamar hatte Beckert im November auf den Team-Wettkampf verzichten müssen und war auch im Dezember nicht mit ins Höhen-Trainingslager nach Südafrika gereist.

"Ich bedaure das sehr, denn ich wäre gern in Klobenstein gelaufen", erklärte die 22-jährige Erfurterin. "Aber mein Saisonziel ist eine Medaille über 5000 Meter bei den Einzelstrecken- WM in Inzell. Deshalb ist es klüger, auf die EM zu verzichten", sagte die Team-Olympiasiegerin. "Wir müssen sehen, wie wir diese Saison noch irgendwie über die Bühne retten. Da können wir kein Risiko eingehen", ergänzte Beckerts Trainer Stephan Gneupel.

In Klobenstein galt die derzeit beste deutsche Langstrecklerin aufgrund ihrer schwächeren Leistungen über 500 Meter nicht als Medaillen-Kandidatin. Nach ihren Weltcup-Erfolgen über 3000 und 5000 Meter hatte man ihr aber zugetraut, der Top-Favoritin Martina Sablikova aus Tschechien auf den langen Strecken ernsthaft Paroli bieten zu können.

Die EM-Qualifikation endete in Erfurt mit weiteren Überraschungen. Team-Olympiasiegerin Katrin Mattscherodt aus Berlin fand auch zu Beginn der zweiten Saison-Hälfte nicht zu alter Stärke und verpasste das Ticket nach Südtirol ebenso wie Patrick Beckert. Der Bruder der "Heldin von Vancouver" plagte sich mit einer Erkältung und ging gehandicapt in den Wettkampf. Mit 38,24 Sekunden über 500 und 1:52,71 Minuten über 1500 Meter verfehlte er deutlich seine Ziele. "Das war bitter, im Training war er zuvor viel schneller", sagte Gneupel.

Dafür qualifizierten sich Beckerts Vereinsgefährte Robert Lehmann und der Berliner Tobias Schneider für die Titelkämpfe. Lehmann erreichte mit 37,33 (500 m) und 1:51,54 (1500 m) die schnellsten Zeiten des Quartetts, das die Nominierungs-Wettkämpfe in Angriff genommen hatte. Zu den beiden Zeiten auf den Unter-Distanzen wurde noch die beste Weltcup-Zeit über 5000 Meter für die Nominierung berücksichtigt. "Es ging noch zäh, nächste Woche muss eine Steigerung her", meinte der Thüringer selbstkritisch.

Das Damen-Trio bilden nun die Berlinerinnen Isabell Ost und Bente Kraus sowie die Dresdnerin Jennifer Bay. Ost war in 41,98 Sekunden auf der Sprintstrecke beziehungsweise 2:03,38 Minuten über 1500 Meter jeweils die Schnellste. Katrin Mattscherodt enttäuschte in der Gesamtrechnung mit dem vierten Platz.

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