In einer Presseinformation teilte der französische Eissportverband FFSG mit, dass beim 26-Jährigen im Dezember 2010 in China der verbotene Stoff Tuaminoheptan festgestellt wurde. Fauconnet führt das auf die Einnahme von Nasentropfen gegen eine Erkältung zurück und will vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) gegen die Sperre vorgehen. Sie läuft bereits rückwirkend seit dem 27. Dezember.
Der Weltcupsieger über 1000 Meter hatte überraschend auf der Startliste für den ersten Weltcup dieser Saison am Wochenende in Salt Lake City gefehlt. Der französischen Sportzeitung "L'Equipe" erklärte er am Freitagabend: "Ich wurde erst vier Tage vor meiner Abreise in die USA informiert. Aber ich habe mir nichts vorzuwerfen und kann nichts sagen. Nur, dass ich Einspruch einlege."
Laut französischem Verband wurde der Sportler erst im Mai von der ISU über den positiven Test informiert und habe vor anderthalb Wochen von seiner Sperre gehört. Eine medizinische Ausnahmegenehmigung für die Einnahme der Nasentropfen war nicht beantragt worden. Nach Angaben des Verbandes räumt die ISU ein, dass der Stoff nicht zu den leistungssteigernden Mitteln gehöre. Zudem wurde Fauconnet im vergangenen Winter bei Dopingkontrollen elfmal negativ getestet. Er hofft daher, dass der CAS die Strafe mindert. Nach dem WADA-Code kann sein Vergehen auch nur mit einer Verwarnung geahndet werden.