Sarah Hecken liegt vor der EM-Kür auf Rang neun.
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Hecken EM-Neunte - Finnin Korpi führt

Deutschlands 17 Jahre alte Eskunstlauf-Prinzessin Sarah Hecken ist mit einem positiven Erlebnis in die Europameisterschaften in Bern gestartet. Die dreifache deutsche Meisterin absolvierte ein tolles Kurzprogramm und liegt voll im Soll.
28.01.2011 18:46 Uhr

Bern - Ihr bestes Kurzprogramm hingezaubert, aber vom Preisgericht unterbewertet: Die dreimalige deutsche Eiskunstlauf-Meisterin Sarah Hecken ist nach einem schwungvollen Kurzprogramm bei der EM in Bern zu schlecht weggekommen.

Die 17 Jahre alte Mannheimerin rangiert mit mageren 51,12 Punkten vor der Kür auf Rang neun. Mit einem Platz in den Top Ten würde sie der Deutschen Eislauf-Union (DEU) immerhin zwei Startplätze für die EM 2012 in Sheffield garantieren.

Die Führung vor 3000 Zuschauern übernahm die Finnin Kiira Korpi (63,50) in einer einfühlsamen Kurzkür. Eine Kombination aus zwei dreifachen Toeloops, einem dreifachen Rittberger und einem Doppel-Axel sprang die 22-Jährige ohne Fehl und Tadel. Die Russin Ksenia Makarowa (60,35) lauert an zweiter Position und auch Lokalmatadorin Sarah Meier (58,56) hat noch Chancen auf eine Medaille. Nach langer Verletzung sprang sie eine schöne Kombination aus dreifachem Lutz und doppeltem Toeloop.

Die dreimalige Titelträgerin Carolina Kostner aus Italien erlebte in ihrer Flamenco-Kür mit zwei Stürzen beim dreifachen Toeloop und dreifachen Rittberger ein Debakel. Nach einer enttäuschenden Olympia- Saison war die 23-jährige Südtirolerin aus Amerika nach Oberstdorf zu Trainer Michael Huth zurückgekehrt und hatte als Zweite beim Grand- Prix-Finale im Dezember einen guten Eindruck hinterlassen. Mit nur 53,17 Punkten hat Kostner auf Rang sechs keine Siegchancen mehr. "Ich war sehr nervös, obwohl meine Trainingseinheiten so gut waren", sagte Kostner.

Für das Topniveau reichte es bei Hecken noch nicht. Dabei klappte ihre Kurzkür zu Tangoklängen mit der guten Kombination aus zwei dreifachen Toeloops, einem dreifachen Salchow und einem Doppel-Axel so gut, dass sie am Ende die Fäuste ballte. Ihr italienischer Choreograph Edoardo de Bernadis und Trainer Peter Sczypa jubelten ihr an der Bande zu. "Das war sehr gut, zumal sie in der Vorbereitung durch eine Grippe zurückgeworfen wurde", sagte der Coach. Doch dann gab es die Ernüchterung vom Preisgericht, das sogar einen Punkt aus unerfindlichen Gründen abzog.

"Ich weiß nicht, warum mir das passiert ist. Vielleicht hatte ich eine Zeitüberschreitung", sagte die Schülerin. "Ich bin mit mir sehr zufrieden, aber mit den Preisrichtern nicht so sehr", ergänzte Hecken, die auch vom Ausdruck immer mehr aufholt.

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