Robin Szolkowy zieht Aliona Savchenko (l) bei der Kür über das Eis.
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Europameister Szolkowy: "Wir sind zurück"

Für die Doppel-Weltmeister Aljona Savchenko und Robin Szolkowy bedeutet der vierte Triumph bei Eiskunstlauf-Europameisterschaften nach der verkorksten Olympia-Saison etwas ganz Besonderes.
28.01.2011 12:50 Uhr

Bern - "Wir sind zurück", sagte der 31 Jahre alte Chemnitzer Szolkowy der Nachrichtenagentur dpa nach dem fünften Sieg im fünften Saison-Wettbewerb in Bern. Für die WM im März in Tokio müssen die Sachsen aber noch eine Schippe drauflegen.

Sie haben gesagt, das Anschauen der russischen Konkurrenten und das Abwarten der Benotung waren die härtesten fünf Minuten Ihres Lebens. Warum war es so schlimm?
Szolkowy: "Wir hatten nur einen dünnen Vorsprung nach dem Kurzprogramm, die Tür war nur angelehnt. Und die Russen waren sehr gut, hatten vielleicht einen kleinen Kälte-Wackler. Es lag alles in den Händen der Preisrichter. Da weiß man ja nie im Eiskunstlauf, wie es ausgeht. Ich komme klar mit der Nervosität vorher, die Halle kann voll und laut sein oder nicht, egal. Aber für den Nervenkrieg nachher, dafür bin ich nicht gemacht."

Wie sehr haben sich die Bedingungen in der Halle ohne Heizung auf Ihre Leistung ausgewirkt?
Szolkowy: "Das Besondere an dem Titel sind die Temperaturen. Jeder hat gesehen, dass es unheimlich schwer war. Es gibt nicht viele, die unter solchen Bedingungen trainieren. 90 Prozent der Läufer sind es nicht gewohnt, es gab abgebrochene Hebungen und Stürze wegen der Kälte. Es war nicht möglich, hier hundert Prozent zu geben. Die Regeln sollten geändert werden, so etwas ist nicht gut für unseren Sport."

Sie haben in diesem Winter noch keinen Wettkampf verloren. Was ist anders als im Vorjahr?
Szolkowy: "Ich habe mich über diesen zurückgewonnenen Titel von innen heraus gefreut. Es passt dieses Mal besser. Es wäre fatal gewesen, wenn wir nur Zweite geworden wären. Wahrscheinlich hat die Erfahrung des letzten Jahres geholfen, hier zu gewinnen. Wir hatten bisher noch nie eine Saison ohne Niederlage."

Bei der WM im März in Tokio treffen Sie auf die chinesischen Weltmeister und neue russische Konkurrenz. Sind sie gewappnet?
Szolkowy: "Beim nächsten Mal kommen andere Paare, da dürfen wir uns so einen Patzer wie die abgebrochene Pirouette nicht erlauben. Bis zur WM müssen wir richtig Schwung holen, gegen die chinesische Konkurrenz hätten wir hier nicht gewonnen. Aber in Tokio wollen wir wieder auf Angriff laufen."

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