Peter Liebers beeindruckt mit seiner EM-Kurzkür.
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Liebers starker EM-Neunter - Franzose führt

Der Berliner Peter Liebers ist mit einer starken Kurzkür in die Eiskunstlauf-Europameisterschaften in Bern gestartet. Der 22 Jahre alte Sportsoldat lief ein fast fehlerloses Programm zu Bluesklängen und rangiert vor der Kür auf Rang neun.
27.01.2011 18:42 Uhr

Bern - Der Franzose Florent Amodio übernahm mit 78,11 Punkten die Führung vor dem Tschechen Michal Brezina (76,13) und dem 17 Jahre alten Russen Artur Gaschinski (73,76). Der 19-jährige Erfurter Dennis Wieczorek erreichte als Sherlock Holmes auf Rang 22 das Kürfinale der besten 24 Läufer. Mit einem nur doppelt gedrehten Axel reichte es in der eiskalten Arena nur zu 50,62 Zählern. Nun muss Liebers in der Kür nur den 12. Platz schaffen, damit die Deutsche Eislauf-Union zur EM 2011 nach Sheffield zwei Herren schicken kann.

Der Berliner Peter Liebers ist mit einer starken Kurzkür in die Eiskunstlauf-Europameisterschaften in Bern gestartet. Der 22 Jahre alte Sportsoldat lief ein fast fehlerloses Programm zu Bluesklängen und rangiert vor der Kür auf Rang neun.

"Es war ein Vergnügen, es war schön zu laufen, aber der Weg hierher war ganz schön viel Arbeit", sagte Liebers, der wegen eines Längsrisses an der Patellasehne deutlich kürzertreten musste mit dem Training. Dank einer Schmerztablette konnte er die Sprünge angstfrei angehen. "Ich habe nichts gemerkt", sagte der Sportsoldat, "ich muss mich bei den Ärzten und Physiotherapeuten bedanken, die mich seit Wochen behandeln".

Ein schöne Eingangskombination aus dreifach-Flip/dreifach-Toeloop und ein einwandfreier dreimal gedrehter Axel brachten mit 64,53 gute Punkte. "Beim Lutz zum Schluss habe ich gezittert, aber er ist gut gegangen", sagte Trainerin Viola Striegler. "Bis zur WM im März in Tokio müssen wir daran noch arbeiten", kündigte die Berlinerin an.

Auch am vierfachen Toeloop soll gefeilt werden, wenn das Knie ausgeheilt ist. Denn mit ihm könnte Liebers in die europäische Spitze vordringen. Der junge Gaschinski zeigte der Konkurrenz mit einem flotten Medley zu Pink Floyd, wie eine Kombination aus vierfach und dreifach-Toeloop auszusehen hat. Sein Lehrer Alexej Mischin hat schon Jewgeni Pluschenko zum Olympiasieg geführt. Mit seinem leichten Laufstil lief der gebürtige Brasilianer Amodio mit nur dreifachen Elementen aber an die Spitze. Der Wahl-Oberstdorfer Brezina, der von Karel Fajfr trainiert wird, lauert in aussichtsreicher Position auf Rang zwei.

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