Bobpilot Matthias Höpfner (Oberhof) hat wegen anhaltender Probleme an der Achillessehne mit sofortiger Wirkung seine Karriere beendet. Höpfner selbst gab diese Entscheidung am Dienstagmorgen bekannt. Dem 34-jährigen Thüringer war im Dezember 2008 die rechte Achillessehne gerissen. Deshalb und wegen einer Fersenoperation am selben Bein verpasste er die Olympia-Saison 2009/10.
"Nach der Reha sind weitere Probleme am verletzten Bein aufgetreten, die mich dazu zwingen, meine Karriere zu beenden. Es reicht vielleicht noch zum Kinderwagenschieben, aber nicht mehr für den Leistungssport", sagte Höpfner im Gespräch mit dem SID.
WM 2011 ohne Höpfner
Damit verpasst der Oberhofer auch die von ihm angestrebte Teilnahme an der WM 2011 am Königssee. "Ich habe drei Wochen mit mir gehadert, aber dann die Tatsache akzeptiert", sagte er. Dem Bobsport will Höpfner verbunden bleiben: "Ich beginne im Oktober ein dreijähriges Studium an der Trainerakademie in Köln und werde als Testpilot der FES versuchen, den Sportlern so auf technischer Seite zu helfen."
Höpfner war 2004 deutscher Meister im Zweier- und Viererbob. 2006 wurde er noch einmal Meister im Zweier. Bei der WM 2008 in Altenberg holte Höpfner Bronze im Vierer und gehörte zum deutschen Team, das Gold in der Mannschaftswertung gewann.