Die Australierin Samantha Stosur hoffte am Sonntagabend schon auf den Sieg gegen die Russin Maria Kirilenko, als beim fünften Matchball ein Ball Aus gegeben wurde. Kirilenko bemühte das "Hawkeye", der Ball war auf der Grundlinie gelandet, der Punkt wurde wiederholt. Dabei segelte die Filzkugel auf die rechte Linie - oder daneben? Wieder war ein Aus-Ruf ertönt, wieder zweifelte Kirilenko und ließ auf der großen Videowand nachschauen. Sie hatte erneut recht und wehrte den Matchball damit ab.
"Das ist das Tolle am Hawk-Eye. Es ist immer eine faire Sache, und Du wirst nicht abgezockt, weil wir es haben", sagte selbst Stosur, die im ersten Fall nicht sicher war und den zweiten Ball auf der Linie gesehen hatte. Die Zuschauer im Louis-Armstrong-Stadium tobten, erst recht, als Kirilenko einen dritten Satz erzwang. Es nützte am Ende nichts, Stosur gewann 6:2, 6:7 (15:17), 6:3 und trifft nun im Viertelfinale auf Lisicki-Bezwingerin Vera Swonarewa.