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Thursday, 02.09.2010 | 23:42:54

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(c) SID IMAGES/AFP/: Sebastian Vettel war die Enttäuschung deutlich anzusehen [Motorsport, Formel1, SID IMAGES/AFP/]

Formel1 - Nachrichten von 1aSport

"Baby Schu" Vettel wird zum "dunkelsten

Der Große Preis von Großbritannien in Silverstone wird Sebastian Vettel lange im Gedächtnis bleiben. Nach dem Triumph seines Teamgefährten Mark Webber steht der Deutsche in der Kritik.

Nach dem überraschenden Sieg von Mark Webber beim Großen Preis von England in Silverstone steht der Konkurrenzkampf bei Red Bull im Fokus der internationalen Presse. Während der Australier für seine Leistung durchweg gelobt wird, bekommt Sebastian Vettel sein Fett weg. Der Sport-Informations-Dienst (SID) hat die internationalen Pressestimmen zusammengestellt:

ENGLAND

Daily Mirror:"Red-Bull-Rebell Webber droht mit Abschied. Mark Webber gewann den britischen Grand Prix und drohte dann, sein Red-Bull-Team zu verlassen. Der Australier war wütend, im Qualifying das Opfer seines eigenen Teams geworden zu sein. Er raste über die Ziellinie und sagte: 'Nicht schlecht für einen Nummer-2-Fahrer. Die Red-Bull-Chefs hatten sein Auto zerfleddert, um bessere Teile seinem Teamkollegen zu geben. Baby-Schumi ist vom aufsteigenden Star der Formel 1 zum dunkelsten Bösewicht geworden. Die deutschen Medien haben ihn "Baby Schu" getauft. Und tatsächlich scheint er mit dem legendären Rennfahrer einiges gemeinsam zu haben - eine Reputation für eine fragwürdige Ethik und zweifelhafte Methoden. Lewis bleibt eiskalt im Ring des Feuers. Hamilton sieht aus wie ein Champion."

The Star: "Webber wütend. Er war ein verdienter Sieger. Aber das Drama begann, als er die Zielflagge sah und sarkastisch über Funk sagte: 'Danke, Jungs. Nicht schlecht für einen Nummer-2-Fahrer.' Die Briten setzen sich von den tobenden Bullen ab."

The Sun: "Webber fliegt, um Red Bull zu zeigen, wer der Boss ist. Mark Webber gab den britischen Fans einen Heimsieg, aber nicht den, den sie wollten. Der Aussie triumphiert, obwohl ihm sein eigenes Team einen Arm auf den Rücken gebunden hatte."

The Independent: "Rote Köpfe bei Red Bull, als 'Nummer-2-Fahrer' Webber Vettel auf seinen Platz verweist. Man wird jetzt sehen, ob er in Hockenheim der bevorzugte Mann sein wird. Bei Vettels Heimrennen droht Red Bull weiterer Ärger, denn jetzt ist Webber ihr führender Mann in der WM und sollte theoretisch Vorrang haben."

The Times: "Webber lacht als Letzter, als bei Red Bull der offene Krieg ausbricht. Der Australier bekommt seine Revanche mit einer rücksichtslosen Fahrt. Poetische Gerechtigkeit? Karma? Webber war es egal, wie man es nennt. Er hat es seinem Teamkollegen und seinem Team gezeigt, die ihm eine schreckliche Ungerechtigkeit widerfahren ließen. Sie nahmen ihm seinen Frontflügel, schraubten ihn an Vettels Auto, und der Deutsche stahl die Pole Position. Red Bull ist jetzt ein Team im Krieg. Mark hasst Seb und Fernando hasst jeden. Das ist die Formel 1. Ein Spielplatz für Millionäre, auf dem man sich Liebe nicht für Geld kaufen kann."

Daily Mail: "Verärgerter Webber macht es. Red Bulls 'Nummer 2' in einem weiteren Streit mit seinem Team, aber er hält Hamilton hinter sich, um den Silverstone-Ruhm zu gewinnen. Silber ist pures Gold für Hamilton."

The Express: "Nicht schlecht für einen Nummer-2-Fahrer. Eine Verabredung mit Karma, so beschrieb Mark Webber elegant seine Revanche an seinem Team für einen Schlag ins Gesicht am Tag zuvor. Er brannte in diesem Rennen, als er den Vorteil der Pole Position als Unsinn darstellte und seinen Teamkollegen in der ersten Kurve überholte."

Guardian: "Obwohl es Red Bull ganz offensichtlich lieber sähe, wenn der jüngere und besser zu vermarktende Vettel den WM-Titel holen würde, finden sie sich jetzt in einer peinlichen Situation wieder, in der sie Webber mit dem Respekt begegnen sollten, den er verdient."

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Der Familienkrieg bei Red Bull führt zum Sieg Webbers, der in Großbritannien gewinnt. Vom verheerenden Unfall in Valencia zum Erfolg in Silverstone: Webber feiert einen Sieg und eine Revanche, die ihn aber nicht ganz für die Bitterkeit der Qualifikation entschädigt, als er seinem Teamkollegen Sebastian Vettel wieder einmal den Vortritt lassen musste. Michael Schumacher kämpft, er beeindruckt aber nicht mehr wie früher. Er hat immer noch die alte Gewohnheit, Piloten, die neben ihm fahren, von der Bahn zu drängen."

Corriere dello Sport: "Mister Crocodile Webber war nie ein zweiter Pilot und wird es auch nie sein. Webber feiert seine Revanche an Vettel, der von Red Bull gehätschelt wird und der neue Star im Zirkus auf vier Rädern ist. Red Bull verleiht Flügel, aber nur, wenn man Vettel heißt. Alonso und Massa sinken immer tiefer. Für Ferrari ist die Saison zu einem Leidensweg geworden."

Tuttosport: "Webber wird als schneller, aber nicht als erfolgreicher Pilot betrachtet, angefangen bei Red Bull, wo man stets Vettel bevorzugt. Doch wenn es wichtig ist, ist Webber da, er macht keinen einzigen Fehler. Vettel verpatzt den Start, doch er holt auf und versetzt Kaiser Schumi eine weitere Ohrfeige."

Corriere della Sera: "Streit bei Red Bull. Webber siegt, nachdem der vom Team bevorzugte Kollege Vettel ins Gras rutschte. Zum Glück erschien Mr. Bean im Fahrerlager, denn es gab ansonsten wirklich wenig Spaß in diesem Grand Prix, vor allem für Ferrari. Game Over für Alonso, der einen Tiefpunkt erreicht hat."

La Repubblica: "Indem Vettel stets auf Kosten Webbers bevorzugt wird, wird es Red Bull gelingen, aus dem Deutschen den unsympathischsten Piloten der Formel 1 zu machen. Webber gewinnt einen Grand Prix, der schön wie ein Roman ist. Ferrari geht mit kaputten Knochen aus dem Grand Prix in Silverstone hervor. Pech verfolgt das Team von Maranello."

ÖSTERREICH

Die Presse: "Webber stiehlt Vettel die Show. Mit seinem dritten Saisonsieg könnte sich das Blatt im Red-Bull-Team wenden."

Kurier: "Formel-1-Aufreger: Mark Webber verleiht sich selbst Flügel und heizt bei Red Bull die Diskussion um den Nummer-1-Status weiter an."

Oberösterreichische Nachrichten: "Webber-Triumph, aber Stallkrieg voll entbrannt. Mark Webber feiert in Silverstone den fünften Sieg für Red Bull im zehnten Saisonrennen. Trotzdem herrscht dicke Luft.

Kleine Zeitung: "Der alte Flügel war gut genug. Red Bull Racing dominierte den Grand Prix in Silverstone. Mark Webber gewann hochverdient und Sebastian Vettel bot die beste Show. Es war angerichtet für ein Red-Bull-Festspiel im englischen Heimatfilm. Webber holte sich Vettel aber schon beim Start."

Salzburger Nachrichten: "Webber siegt mit Bitterkeit. Gebremste Freude. Eine Flügel-Kontroverse überschattete Mark Webbers dritten Saisonsieg: Nicht schlecht für eine Nummer zwei."

SPANIEN

Marca: "Alonso läuft die halbe WM davon. Ein schlechter Start von Fernando Alonso, der damit seine Optionen im Rennen minimierte. Mark Webber setzte sich gegen Hamilton durch."

Sport: "Sieg für Webber, Alonso verabschiedet sich von der WM. Mit seinem 14. Platz sagt Alonso "Adios" zum WM-Titel. Mark Webber dominierte das Rennen vom Start bis zum Ziel."

AS: "Webber lacht über Vettels Flügel. Der australische Pilot holt den Sieg an seinem härtesten Wochenende. Alonso 14. nach einer umstrittenen Sanktion."

El Mundo Deportivo: "Webber gewinnt in Silverstone, Alonso holt keinen Punkt nach einer umstrittenen Sanktion. Schlechte Situation für Ferrari."

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(c) SID IMAGES/AFP: Lewis Hamilton wird von der Presse gefeiert [Motorsport, Formel1, SID IMAGES/AFP]

"Der Herr hat es gegeben, Vettel hat es genommen"

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