Eindhoven - Mit nur einigen Stars und weniger Startern als in den Vorjahren geht in dieser Woche die Kurzbahn- Europameisterschaft in Eindhoven über die Bühne. Neben Gastgeber Niederlande nehmen nur Deutschland, Russland und Italien mit ihren besten Mannschaften teil.
Großbritannien schickt nach den Commonwealth Games nur Nachwuchsschwimmer. Andere Länder konzentrieren sich ganz auf die Kurzbahn-WM Mitte Dezember in Dubai.
Am Start sind drei Doppel-Weltmeister von Rom: Paul Biedermann (Halle/Saale) will seine EM-Titel über 200 und 400 Meter Freistil verteidigen. Auf der kurzen Strecke kämpft der Weltrekordler gegen den Weltjahresbesten Daniil Isotow (Russland) um den Sieg, bei der WM kommen dann Europameister Yannick Agnel (Frankreich) und Ryan Lochte (USA) dazu.
Britta Steffen (Berlin) hofft, bei ihrer ersten internationalen Meisterschaft seit dem doppelten WM-Gold im Sommer 2009 auf den kurzen Freistil-Strecken gegen niederländische Konkurrenz um die Medaillen mitzukämpfen. Italiens Schwimm-Diva Federica Pelligrini trifft in einer EM-Revanche über 200 Meter Freistil auf die 16 Jahre alte Vize-Europameisterin Silke Lippok (Pforzheim).
375 Athleten aus 35 Ländern gehen im Pieter-van-den-Hoogenband- Schwimmstadion von Eindhoven an den Start. Das kleinste Starterfeld seit Jahren geht aus dem Meldeergebnis vom Dienstag hervor. Vor einem Jahr bei der Kurzbahn-EM in Istanbul waren es noch 550 Schwimmer aus 42 Nationen. Damals gewann Deutschland zwölf Medaillen (5/3/4), am erfolgreichsten waren die Niederlande (10/3/1).
Erstmals findet die EM im November statt, um der WM (15. bis 19. Dezember) auszuweichen, die für die meisten Länder Priorität hat. Von 2013 an soll es auf der Kurzbahn die EM in ungeraden Jahren und die WM in geraden Jahren geben.