Handball-Hammer für den Meister: Titelverteidiger THW Kiel trifft in der Gruppenphase der Champions League in einer Neuauflage des Endspiels auf den FC Barcelona. Außerdem kommt es noch zum brisanten Duell mit RK Celje/Slowenien, das von Kiels Ex-Trainer Zvonimir Serdarusic betreut wird.
Weitere Gegner sind Chambery HB/Frankreich und KS Kielce/Polen. Zudem droht ein deutsches Duell mit den Rhein-Neckar Löwen, falls sich der Bundesligist über das Wildcard-Turnier qualifiziert. Das ergab die Auslosung am Dienstag in Wien.
Auch HSV und Flensburg mit harten Nüssen
Der HSV Hamburg muss sich mit Montpellier HB um Weltstar Nikola Karabatic und die SG Flensburg-Handewitt mit Ciudad Real auseinandersetzen. Die Rhein-Neckar Löwen müssen zunächst das Wildcard-Turnier mit vier Mannschaften vom 3. bis 5. September gewinnen, um sich für die Königsklasse zu qualifizieren.
Die besten vier Teams der vier Sechsergruppen qualifizieren sich für das Achtelfinale. Die Gruppensieger treffen auf Gruppenvierte, die Zweiten auf Dritte. Das Final-Turnier der vier besten Teams findet am 28./29. Mai 2011 in Köln statt.
"Ich bin ein bisschen schockiert. Das ist die mit Abstand stärkste Gruppe. Das ist natürlich gut für die Zuschauer, die spektakuläre Spiele sehen werden", sagte THW-Geschäftsführerin Sabine Holdorf-Schust. Das Wiedersehen mit Serdarusic, der den THW vor zwei Jahren verließ, bezeichnete sie als etwas Besonderes.
HSV freut sich besonders auf Montpellier
Etwas ausgeglichener ist die Gruppe B des HSV. Neben Montpellier wartet der ungarische Meister KC Veszprem, IK Sävehof/Schweden, KIF Kolding/Dänemark sowie ein Qualifikant. "Das ist eine interessante Gruppe mit anderen Gegnern als in den vergangenen beiden Jahren. Es wird ein spezielles Spiel gegen Montpellier mit Karabatic, den wir noch aus der Bundesliga gut kennen", sagte Christian Fitzek, Sportlicher Leiter des HSV.
Flensburg bekommt es in der Gruppe D mit dem spanischen Spitzenklub Ciudad Real, RK Zagreb, St. Petersburg HC, RK Sarajevo und HCM Constanta aus Rumänien zu tun. "Wir haben eine sportlich sehr interessante Gruppe bekommen", meinte SG-Manager Holger Kaiser. "Ciudad Real dominiert seit Jahren den europäischen Handball, und Zagreb ist unser Traditionsgegner. Ich denke wir haben gute Möglichkeiten weiter zu kommen."
Die Gruppen im Überblick:
Gruppe A: THW Kiel, FRK Celje, FC Barcelona, Chambery HB, Wildcard-Gewinner, KS Kielce
Gruppe B: KC Veszprem, Montpellier HB, HSV Hamburg, IK Sävehof, KIF Kolding, Qualifikant
Gruppe C: Medwedi Moskau, Aalborg Handbold, Pick Szeged, BM Valladolid, Kadetten Schaffhausen, Qualifikant
Gruppe D: Ciudad Real, RK Zagreb, St. Petersburg HC, SG Flensburg-Handewitt, RK Sarajevo, HCM Constanta (SID)