Nach einer schwachen 77er Auftaktrunde benötigte Kaymer auf der zweiten Runde 73 Schläge und schied mit insgesamt 150 Schlägen auf dem geteilten 103. Rang sang- und klanglos aus. "Der Golfplatz ist auf jeden Fall schwerer als in den früheren Jahren. Das Rough ist ziemlich dick und die Fairways sind erheblich enger. Die Grüns haben sich aus meiner Sicht nicht verändert. Aber für mich waren sie auf jeden Fall sehr schwer", stellte Kaymer frustriert fest.
Nicht viel besser erging es Alexander Cejka. Der 41-Jährige schaffte kein einziges Birdie und schied nach einer 75er Runde mit insgesamt 147 Schlägen wie Kaymer aus. Einziger Lichtblick aus deutscher Sicht war Marcel Siem. Der Ratinger bekleckerte sich auf seiner 74er Runde zwar ebenfalls nicht mit Ruhm, schaffte auf dem geteilten 59. Platz aber immerhin den Cut. "Der Platz ist schon sehr eng und nimmt einem das Selbstvertrauen, wenn man ein paar schlechte Drives macht", sagte Siem.
Die Führung übernahm dank einer 67er Runde der Däne Thorbjörn Olesen mit 137 Schlägen. "Ich habe großartig gespielt. Vor allem auf den vorderen Neun habe ich die Grüns getroffen und sehr gut geputtet", stellte Olesen zufrieden fest. Dahinter rangieren mit jeweils 138 Schlägen der Nordire Gareth Maybin und der Italiener Matteo Manassero.
In Lauerstellung liegt Tiger Woods. Der Amerikaner benötigte am Freitag 69 Schläge und schob sich mit 139 Schlägen auf den geteilten vierten Rang vor. "Ich denke, ich habe gut gespielt", erklärte Woods. Der ehemalige Weltranglistenerste darf damit bei seiner ersten Teilnahme in Abu Dhabi neben dem Antrittsgeld von rund zwei Millionen Dollar weiter auf den Siegerscheck hoffen.
Von solch einem verheißungsvollen Jahreseinstand war Kaymer, der das Wüsten-Turnier 2008, 2010 und 2011 gewonnen hatte, meilenweit entfernt. Wie schon am Vortag leistete sich der Weltranglistenvierte am dritten Loch sogar ein Doppelbogey (zwei über Par). Damit waren seine Hoffnungen auf ein Happy End endgültig zerstört.
| Rang | Name | Punkte |
|---|---|---|
| 1. (1) | Luke Donald (England) | 9,588 |
| 2. (2) | Rory McIlroy (Nordirland) | 7,860 |
| 3. (3) | Lee Westwood (England) | 7,537 |
| 4. (4) | Martin Kaymer (Mettmann) | 6,102 |
| 5. (5) | Steve Stricker (USA) | 5,737 |
| 6. (6) | Webb Simpson (USA) | 5,303 |
| 7. (10) | Jason Day (Australien) | 5,167 |
| 8. (7) | Adam Scott (Australien) | 5,072 |
| 9. (8) | Charl Schwartzel (Südafrika) | 5,004 |
| 10. (9) | Dustin Johnson (USA) | 4,783 |
Zu den Höhepunkten jeder Golfsaison auf der US- und Europa-Tour zählen die vier Major-Turniere. Amerikas "Golden Bear" Jack Nicklaus ist mit 18 Siegen unerreicht.
US-Superstar Tiger Woods ist mit 14 Titeln immer noch erster Anwärter, seinen mittlerweile 71 Jahre alten Landsmann abzulösen. Martin Kaymer ist nach seinem ersten Major-Gewinn bei der US PGA Championship 2010 neben Bernhard Langer mit zwei "Green Jackets" beim Masters 1985 und 1993 der einzige Deutsche im exklusiven Kreis der Grand Slam-Sieger.
Die vier Major-Turniere:
US Masters, Titelverteidiger Phil Mickelson (USA)
Preisgeld 7,5 Millionen Dollar
7. bis 10. April im Augusta National GC
Augusta, US-Bundesstaat Georgia
US Open, Titelverteidiger Graeme McDowell (Nordirland)
Preisgeld 7,5 Millionen Dollar
16. - 19. Juni im Congressional CC
Bethesda, US-Bundesstaat Maryland
The Open Championship, Titelverteidiger Louis Oosthuizen (Südafrika)
Preisgeld 7,3 Millionen Dollar
14. - 17. Juli im Royal St. George's
Sandwich, Kent, England
US PGA Championship, Titelverteidiger Martin Kaymer (Mettmann)
Preisgeld 7,5 Millionen Dollar
11. - 14. August im Atlanta Athletic Club
Johns Creek, US-Bundesstaat Georgia