Lausanne - Der ehemalige FIFA-Präsidentschaftskandidat Mohamed bin Hammam ist erneut vor den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) gezogen. Wie der CAS auf seiner Internetseite bestätigte, hat der 62-Jährige aus Katar Berufung gegen seine lebenslange Sperre im Fußball eingelegt.
Der Fußball-Weltverband hatte das frühere Mitglied Exekutivkomitees am 23. Juli wegen Korruption auf Lebenszeit verbannt und von allen Funktionen im Fußball ausgeschlossen. Bin Hammam geht nun gegen diese Entscheidung vor. Der Termin einer Anhörung stehe aber noch nicht fest, erklärte der CAS in Lausanne weiter. Die Ethikkommission der FIFA hatte einen versuchten Stimmenkauf von bin Hammam vor der Präsidentenwahl Anfang Juni als erwiesen angesehen.
Der frühere Spitzenfunktionär hat die Vorwürfe der Bestechung mehrfach zurückgewiesen und seine Suspendierung im August eine "politische Entscheidung" genannt. Am 3. Oktober war bin Hammam vor dem CAS mit einer Berufung gegen seine Absetzung als Chef des asiatischen Fußball-Verbandes (AFC) gescheitert.