"Die derzeitige Abseitsregel mit aktivem und passivem Abseits ist zu kompliziert. Wir sollten das einfacher gestalten", erklärte Beckenbauer nach einer Sitzung in Zürich. "Der Fußball ist einfach, mit einfachen Regeln, dahin sollte man wieder zurückkommen."
Er beauftragte die Kommissionsmitglieder, bis zur nächsten Sitzung Vorschläge für eine klare und verständliche Regelung zu erarbeiten. Diese soll dann den Regelhütern des Fußballs bis zu deren Meeting im März 2012 präsentiert werden. Diese sollen dann auch eine Regeländerung bei Fouls im Strafraum absegnen. Nur das International Football Association Board (IFAB) kann Regeländerungen beschließen.
Beckenbauer und seine Kommissions-Mitstreiter einigten sich darauf, dass die Bestrafung bei Foulspielen im Strafraum mit Elfmeter, Roter Karte und einer Sperre für den Sünder zu hart sei. Sie soll künftig lediglich bei einem absichtlichen Handspiel auf der Torlinie oder einem brutalen Foul gelten. "Ansonsten genügen eine Gelbe Karte und Strafstoß", meinte Beckenbauer.
Die Regel zur Mehrfachbestrafung hatte zuletzt nach der Bundesliga-Partie zwischen FC Schalke 04 und dem 1. FC Kaiserslautern (1:2) für Diskussionen gesorgt, als Heimkeeper Ralf Fährmann nach einer Notbremse vom Platz gestellt worden war. Der Deutsche Fußball-Bund strebt seit längerem eine Änderung dieser Regel an.