"Dieses Gehabe muss weg: Wir, die FIFA, sind die Guten und Mächtigen, die anderen, die gegen uns sind, sind immer die Bösen", sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Am Freitag hatte FIFA-Präsident Joseph Blatter einen Maßnahmenkatalog zur Reform seines Verbandes vorgestellt, der nach zahlreichen Korruptionsfällen in die schlimmste Krise seiner 107-jährigen Geschichte gestürzt war.
Zwanziger wurde als neues Mitglied des Exekutivkomitees mit der Leitung einer Kommission betraut, die die Statuten der FIFA überprüfen soll. Zudem rief Blatter eine Good Governance Kommission mit externen Fachleuten wie Juristen und Politikern ins Leben.
"Ich muss dafür sorgen, dass die Statuten der FIFA eine Struktur bekommen, in der Transparenz, Demokratie und Unabhängigkeit eine gewichtige Rollen spielen. Das ist die Grundlage dafür, dass etwaige Verfehlungen der Vergangenheit sich nicht wiederholen oder besser geahndet werden können", erläuterte Zwanziger seine Aufgabe.
Zu den Bestechungsvorwürfen im Zusammenhang mit der Wahl Katars zum WM-Ausrichter 2022 nahm Zwanziger Bezug auf eine Mail des FIFA-Generalsekretärs Jerome Valcke. Dieser hatte darin geschrieben, dass Katar das Präsidentenamt bei der FIFA genauso kaufen wolle wie die WM. "Diesen Satz habe ich noch nicht vergessen, der muss aufgeklärt werden", forderte Zwanziger in der "FAS".