DFB-Präsident Theo Zwanziger hat für die Frauen erhöhte TV-Gelder und eine breitere Vertretung in der Administration des Deutschen Fußball-Bundes gefordert. "Es ist nicht in Ordnung, dass die Männer bei den Fernseh-Übertragungen das 40-fache der Frauen bekommen, obwohl sie inzwischen auch ordentliche Einschaltquoten haben", sagte Zwanziger auf dem Frauenfußball-Kongress in Mainz über die Nationalmannschaften und ergänzte mit einer Spitze auf das Kompetenzgerangel zwischen Bundestrainer Joachim Löw und DFB-Sportdirektor Matthias Sammer: "Unsere Frauen stehen im Interesse deutlich über der U21, die sich nur an der Spitze streitet."
Zudem forderte der Verbands-Chef, dass künftig mehr Frauen wichtige Ämter im DFB übernehmen. "Es gibt gute Juristinnen für die Administration und unsere Sportgerichtbarkeit", sagte Zwanziger: "Ich hoffe, dass die Personalvorstände sich die Personalakten nach dem nächsten Bundestag einmal ansehen und schauen, wer uns vielleicht helfen können."
Essen - Theo Zwanziger ist seit dem 8. September 2006 der zehnte Präsident in der Geschichte des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Davor leitete der jetzt 65-Jährige aus Altendiez den DFB gemeinsam mit Gerhard Mayer-Vorfelder.
Die längsten Amtszeiten mit jeweils 20 Jahren hatten Gottfried Hinze und Felix Linnemann. - Die Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes seit 1900:
* von 2004 bis 2006 als sogenannte Doppelspitze mit Mayer-Vorfelder als Präsident und Zwanziger als Geschäftsführender Präsident. Seit September 2006 ist Zwanziger alleiniger DFB-Präsident.