Der Trainer: Bruno Labbadia
Mit dem Rücken zur Wand hatte Bruno Labbadia die Schwaben vor der Rückrunde übernommen und erfolgreich gegen den Abstieg angekämpft. Der ehemalige Bundesliga-Profi hat sich damit erheblichen Respekt verschafft. Bei seinen Stationen in Leverkusen und Hamburg agierte der ehemalige Top-Stürmer nicht immer mit sicherer Hand und enttäuschte letztlich die in ihn gesetzten Erwartungen. Beim VfB kann Labbadia nun mit breiter Brust auftreten. Doch ist er auch vorsichtig geworden. Eine stabile Saison sei seine Vorgabe, nicht der Höhenflug: "Wir waren nah am klinischen Tod letzte Saison. Wir haben einen chirurgischen Eingriff gemacht und sind in der Reha."
Der Star: Julian Schieber
Als Leihgabe für den 1. FC Nürnberg spielte sich Julian Schieber in das Blickfeld von Bundestrainer Joachim Löw. Der kräftige Stoßstürmer soll zurück beim VfB die beeindruckende Effizienz ausbauen. Mario Gomez bezeichnete das Talent "als einen Typ wie Wayne Rooney". Schieber selbst hofft nach seiner Verletzung in der Vorbereitung schnell wieder angreifen zu können. Selbstbewusst genug ist er. "Ich bin jetzt nicht mehr der kleine Jugendspieler, der sich hinten anstellen muss. Ich bin jetzt ein richtiger VfB-Profi."
Das Ziel: Ruhiges Fahrwasser
Von der Meisterschaft 2007 hat sich der Verein noch immer nicht erholt. Seit dem Coup ist der Mannschaft jedwede Verlässlichkeit abhanden gekommen. Sei es bei den Spielern oder in der Vereinsführung. Sportdirektor Fredi Bobic versucht die Regler wieder auf Null zu stellen und ist um Konstanz bemüht. Ein gesicherter Platz im guten Mittelfeld, da wo sich ambitionierte Bundesligisten eher ungern sehen, wird beim Traditionsverein angestrebt.
Die Mannschaft: Verletzungsgeplagt
Der VfB kämpft zum Saisonbeginn mit vielen Verletzungen, vor allem im Sturm und in der Verteidigung. Die Vorbereitungen verlief deshalb nicht optimal. Sportlich schmerzt auch der Weggang von Nationalspieler Christian Träsch, dem besten Spieler des Teams. Im Mittelfeld ist nun Tamas Hajnal der einzig verbliebene Regisseur. Das Gesicht der Mannschaft wird sich im Verlauf der Saison kräftig verändern, wenn die Rekonvaleszenten allesamt zurückgekommen sind.
Das Aufgebot:
Tor: 1* Sven Ulreich, 22 Marc Ziegler
Abwehr: 3 Cristian Molinaro, 5 Serdar Tasci, 6 Georg Niedermeier, 14 Maza, 15 Arthur Boka, 17 Matthieu Delpierre, 21 Khalid Boulahrouz, 27 Stefano Celozzi, 34 Patrick Bauer, 38 Ermin Bicakcic
Mittelfeld: 4 William Kvist, 8 Zdravko Kuzmanovic, 11 Johan Audel, 13 Timo Gebhart, 16 Ibrahima Traoré, 20 Christian Gentner, 24 Mamadou Bah, 26 Raphael Holzhauser, 28 Tamas Hajnal, 40 Kevin Stöger
Angriff: 7 Martin Harnik, 18 Cacau, 23 Julian Schieber, 29 Pavel Pogrebnjak, 31 Shinji Okazaki
* Zahl ist jeweils die Rückennummer
(Stand: August 2011)
| Gründungsdatum | 9. September 1893 |
| Anschrift | Mercedesstraße 109 |
| 70372 Stuttgart | |
| Stadion | Mercedes Benz Arena (60 100 Plätze) |
| Vereinsfarben | weiß-rot |
| Vereinspräsident | Gerd Mäuser |
| Cheftrainer | Bruno Labbadia (seit 12. Dezember 2010) |
| Mitglieder | 46 800 |
| Größte Erfolge | |
| Deutscher Meister | 1950, 1952, 1984, 1992, 2007 |
| DFB-Pokal | 1954, 1958 und 1997 |
| Deutscher Supercup | 1992 |
| Internet | www.vfb.de |