Der Trainer: Felix Magath
Der "Meistermacher" von 2009 wurde 2011 zum Retter: Vor allem wegen der Rückkehr von Felix Magath schafften die Wolfsburger in der vergangenen Saison den Klassenerhalt. Früher als harter Hund verschrien, hat sich Magath in den letzten Jahren gewandelt: Er redet viel mehr und geht auf die jungen Spieler ein. Der berühmte Lauf auf den Wolfsburger "Treppenhügel" und die unvermeidlichen Medizinbälle gehören aber immer noch zu Magaths Trainingsrepertoire. Für Felix Magath, der in Wolfsburg auch wieder den Geschäftsführer inne hat, ist der VfL Wolfsburg die letzte Trainer-Station in Deutschland.
Der Star: Christian Träsch
Wenn es nach Trainer Felix Magath ginge, gebe es keine Stars im VfL-Kader. Schließlich wurde der Brasilianer Diego wegen seines unkollegialen Verhaltens ausgemustert. Vielleicht auch deshalb betont Magath die Teamfähigkeit seines 10-Millionen-Euro-Einkaufs Christian Träsch: "Er ist ein laufstarker Mannschaftsspieler, der sowohl in der Defensive als auch in der Offensive über Durchsetzungsvermögen verfügt." Der Nationalspieler steht für Dynamik, Einsatzbereitschaft, Aggressivität und einen unbändigen Siegeswillen. Der Mittelfeldspieler kam vom VfB Stuttgart und unterschrieb einen Vierjahresvertrag in Wolfsburg.
Das Ziel: Internationales Geschäft
Mit einem neuen hungrigen Team weitgehend ohne Egozentriker wie Diego und ohne satte Meisterspieler von 2009 will Magath den Fast-Absteiger zurück ins internationale Geschäft lotsen. "Dass wir nicht so weitermachen können wir bisher, das liegt auf der Hand. Deshalb müssen wir nun etwas Neues probieren, was natürlich noch viel Ungewissheit und Unwägbarkeiten bedeutet", sagte Magath mit Blick auf die neue Struktur im Team. Da das Team bereits in der ersten DFB-Pokalrunde rausflog, kann sich das Team voll auf die Bundesliga konzentrieren - mitunter ein Vorteil.
Die Mannschaft: Gefordert
Die Personalie Diego bestimmte den Sommer. Der Brasilianer fiel bei Felix Magath in Ungnade und wurde aus dem Profiteam verbannt. Aus dem Meistersturm von 2009 verließ Grafite die Niedersachen. Die Tore soll nun Srdjan Lakic schießen. In der vergangenen Saison erzielte der Stürmer für den 1. FC Kaiserslautern 16 Treffer. Neben Christian Träsch ist Routinier Hasan Salihamidzic die prominenteste Verpflichtung. "Ich habe das Gefühl, dass da wieder eine Mannschaft heranwächst, die internationales Niveau erreichen kann", sagte Magath. Achillesferse könnte allerdings die Abwehr werden, wo Arne Friedrich verletzungsanfällig und Simon Kjaer oft unsicher ist.
Das Aufgebot:
Tor: 1* Diego Benaglio, 12 André Lenz, 35 Marwin Hitz
Abwehr: 4 Marcel Schäfer, 16 Sotirios Kyrgiakos, 17 Alexander Madlung, 23 Marco Russ, 25 Chris, 26 Hrvoje Cale, 31 Robin Knoche, 36 Bjarne Thoelke, 39 Michael Schulze
Mittelfeld: 2 Patrick Ochs, 5 Ja-Cheoul Koo, 6 Alexander Hleb, 7 Josué, 8 Thomas Kahlenberg, 10 Thomas Hitzlsperger, 11 Hasan Salihamidzic, 13 Makoto Hasebe, 14 Tolga Cigerci, 15 Christian Träsch, 22 Mateusz Klich, 24 Ashkan Dejagah, 29 Jan Polak, 30 Yohandry Orozco, 32 Sebastian Schindzielorz
Angriff: 9 Srdjan Lakic, 18 Mario Mandzukic, 20 Rasmus Jönsson, 21 Kevin Scheidhauer, 33 Patrick Helmes, 40 Sebastian Polter
* Zahl ist jeweils die Rückennummer
(Stand: August 2011)