Der Trainer: Marcus Sorg
Marcus Sorg ist nach Volker Finke (1991 bis 2007) und Robin Dutt (2007 bis 2011) erst der dritte Trainer der Freiburger Bundesliga-Geschichte in 20 Jahren. Auf den ehemaligen Coach der Stuttgarter Kickers und des SSV Ulm wartet eine schwierige Aufgabe, denn sein Vorgänger hat mit dem neunten Platz in der abgelaufenen Saison hohe Maßstäbe gesetzt. Sorg ist ein eher leiser Vertreter seiner Zunft: sachlich, freundlich, bescheiden. In der deutschen Beletage kreuzt er nun als "Greenhorn" auf.
Der Star: Papiss Demba Cissé
Geht er oder bleibt er? Der wochenlange Poker um Topstürmer Papiss Demba Cissé prägte die Sommerpause. Der Senegalese war mit 22 Treffern in der vergangenen Saison zweitbester Bundesliga-Torschütze und damit die Nichtabstiegsversicherung der Breisgauer. Angeblich stehen andere Vereine seit Monaten Schlange, um den 26-Jährigen für eine Millionen-Summe abzuwerben. "Man tut ja gerade so, als würden wir ihn unbedingt verkaufen wollen. Fakt ist aber, dass er bei uns noch drei Jahre Vertrag hat", sagte Sportdirektor Dirk Dufner. Cissè ist besonders durch seine Schnelligkeit und Wendigkeit sehr torgefährlich.
Das Ziel: Klassenerhalt
Auch der neunte Platz in der vergangenen Saison ändert nichts an der immer wiederkehrenden Parole: Drin bleiben ist alles. Als Saisonziel verkündeten Coach Marcus Sorg und Sportdirektor Dufner unisono den Klassenerhalt. "Wir können leider keinen Punkt aus der letzten Saison rübernehmen", meinte der neue Trainer. "Dazu werden Mannschaften wie Schalke, Stuttgart oder Wolfsburg, die im letzten Jahr hinter uns standen, mit Sicherheit eine andere Saison spielen." Er habe aber "großes Vertrauen in seine Mannschaft und das Umfeld".
Die Mannschaft: Taktisch clever
Die Freiburger Mannschaft ist taktisch hervorragend geschult und bestens eingespielt. Personelle Veränderungen hielten sich im Rahmen. Für den Fall, dass Cissé geht, wurde Garra Dembélé für geschätzte zwei Millionen Euro von Levski Sofia - der teuerste Einkauf der Vereinsgeschichte - als Ersatz verpflichtet. Falls Cissé bleibt, wird der SC mit der afrikanischen Doppelspitze noch durchschlagskräftiger im Angriff. Einzig der Abgang von Verteidiger Ömer Toprak (Bayer Leverkusen) dürfte schmerzen.
Das Aufgebot:
Tor: 1* Oliver Baumann, 19 Daniel Batz, 21 Manuel Salz
Abwehr: 2 Pavel Krmas, 3 Felix Bastians, 4 Beg Ferati, 5 Heiko Butscher, 15 Oliver Barth, 24 Mensur Mujdza, 0 Andreas Hinkel
Mittelfeld: 6 Yacine Abdessadki, 7 Cedrick Makiadi, 8 Jan Rosenthal, 10 Maximilian Nicu, 14 Anton Putsila, 17 Jonathan Schmid, 18 Johannes Flum, 23 Julian Schuster, 29 Christian Bickel, 40 Daniel Caligiuri,
Angriff: 9 Papiss Demba Cissé, 11 Garra Dembélé, 22 Kisho Yano, 26 Erik Jendrisek, 27 Stefan Reisinger, 33 Simon Brandstetter
* Zahl ist jeweils die Rückennummer
(Stand: Oktober 2011)
| Gründungsdatum | 30. Mai 1904 |
| Anschrift | Schwarzwaldstraße 193 |
| 79117 Freiburg | |
| Stadion | badenova-Stadion (24 000 Plätze) |
| Vereinsfarben | rot-weiß |
| Vorstandsvorsitzender | Fritz Keller |
| Cheftrainer | Marcus Sorg (ab Juni 2011) |
| Mitglieder | ca. 3 000 |
| Größte Erfolge | |
| Meister Amateurliga Südbaden | 1964, 1968, 1978 |
| Internet | www.scfreiburg.com |