Der Trainer: Stale Solbakken
Mit dem Norweger hat sich der FC Köln einen kernigen Coach ins Haus geholt. Eigentlich war Stale Solbakken auf dem Weg, Nationaltrainer zu werden. Doch der Ruf an den Rhein hatte zu viel Reiz. In der Bundesliga möchte sich der 43-Jährige gern beweisen. Damit setzt man im turbulenten Köln nach dem gescheiterten Experiment mit Zvonimir Soldo und dem vergraulten Jugendtrainer Frank Schaefer wieder auf einen mit dem Ligageschäft unvertrauten Kopf.
Der Star: Lukas Podolski
Trotz dem Wirbel um die Kapitänsbinde, die der Nationalspieler unter viel Gezeter wieder abgeben musste: Wenn Lukas Podolski sich wohl fühlt und Tore schießt, dann schunkelt die gesamte Karnevalshochburg mit. Darauf baut auch weiterhin Trainer Solbakken, der mit der Amtsenthebung die pikante Personalentscheidung zu verantworten hatte: "In meinem Spielkonzept übernimmt er als Matchwinner eine wichtige Funktion. Wir alle im Trainerteam sind überzeugt von seinen herausragenden spielerischen Qualitäten und seiner Leistungsbereitschaft."
Das Ziel: Mittelfeld
Zu stark sind in Köln noch die Erinnerungen an viel zu hohe Erwartungen. Nach dem Aufstieg sah der damalige Trainer Christoph Daum den FC schon unter den besten Clubs der Liga. Mit viel Krach überstand man seit 2008 stattdessen die Spielzeiten im Oberhaus. Die Seifenblasen sind allesamt zerplatzt. Mit Sportdirektor Volker Finke herrscht wieder mehr Sinn für Realität: Das gesicherte Mittelfeld wird angestrebt. Auch Solbakken glaubt nur bei einer optimal verlaufenden Saison an einen einstelligen Tabellenplatz.
Die Mannschaft: Starke Akteure, wenig Tiefe
Vorne gehören die Stürmer Podolski und Milijove Novakovic zum Besten, was die Liga zu bieten hat. Doch so stark die Torjäger offensiv sind, nach hinten arbeiten sie nicht gern mit. Das will der neue Coach ändern. Viel Schwung erhofft man sich im Mittelfeld von Sascha Riether, der als vielseitiger Toptransfer gefeiert wurde. Die Abwehr sollte mit Torwart Michael Rensing und dem frisch gebackenen Kapitän Pedro Geromel über genügend Stabilität verfügen. Geromel verkörpere "die neue Kultur" und das "sportliche Gesamtkonzept", ließ Solbakken verlauten. Das Problem: Fallen Spieler aus der ersten Reihe aus, birgt die recht dünn besetzte Bank einen hohen Risikofaktor.
Das Aufgebot:
Tor: 1* Michael Rensing, 22 Miro Varvodic, 24 Daniel Schwabke, 26 Timo Horn
Abwehr: 2 Miso Brecko, 3 Ammar Jemal, 4 Christian Eichner, 12 Andrezinho, 17 Henrique Sereno, 18 Tomoaki Makino, 21 Pedro Geromel, 23 Kevin McKenna, 35 Alexander Vaaßen
Mittelfeld: 5 Sascha Riether, 6 Kevin Pezzoni, 8 Petit, 13 Martin Lanig, 15 Slawomir Peszko, 19 Mato Jajalo, 20 Adil Chihi, 25 Adam Matuschyk, 28 Odise Roshi, 29 Christopher Buchtmann, 30 Wilfried Sanou
Angriff: 7 Sebastian Freis, 10 Lukas Podolski, 11 Milivoje Novakovic, 14 Alexandru Ionita, 27 Christian Clemens, 31 Mark Uth, 38 Thiemo-Jerome Kialka
* Zahl ist jeweils die Rückennummer
(Stand: August 2011)
| Gründungsdatum | 13. Februar 1948 |
| Anschrift | Franz-Kremer-Allee 1 |
| 50937 Köln | |
| Postanschrift | Postfach 45 04 56 |
| 50879 Köln | |
| Stadion | Rhein-Energie-Stadion (50 000 Plätze) |
| Vereinsfarben | rot-weiß |
| Vereinspräsident | Wolfgang Overath |
| Geschäftsführer | Claus Horstmann |
| Cheftrainer | Stale Solbakken (seit Juni 2011) |
| Mitglieder | ca. 52 000 |
| Größte Erfolge | |
| Deutscher Meister | 1962, 1964, 1978 |
| Deutscher Pokalsieger | 1968, 1977, 1978, 1983 |
| Internet | www.fc-koeln.de |