Das Rheinland-Pfalz-Derby hat nichts von seiner Brisanz eingebüsst. Fünf Punkte trennen die Kontrahenten aber sportlich immer noch Welten. Mainz spielt einen taktisch flexiblen Fussball mit schnellen und schönen Ballstaffetten. Lauteren, in akuter Abstiegsangst ist gehemmt und will das Derby daheim am Betze zum erhofften Befreieungsschlag nutzen.
Die Situation am Betzenberg ist wahrlich ernüchternd. 2 Punkte nach 5 Spieltagen. 2:8 Tore. Es kann nur auswärts gehen. Die Frage ist nur wie, wenn man sich dieser Tage ein Spiel der „Roten Teufel“ anschaut. Kein Spielverständnis, vernachlässigtes Pressing und viele individuelle Fehler. Gegner spielen gerne gegen die letztes Jahr so starken Pfälzer. Die ach so treuen Fans bleiben noch ruhig. Sie wollen das Team, das in der Sommerpause durch die so genannte „Bordellaffäre“ stark beunruhigt wurde, nicht noch weiter verunsichern. Die Zielsetzung ist klar. Ein Heimsieg gegen den ungeliebten Nachbarn aus Mainz und die Welt sieht ganz anders aus.
Voraussichtliche Aufstellung: Trapp – Dick, Amedick, Rodnei, Jessen – Sahan, Tiffert, Kirch, Fortounis – Shechter, Sukuta-Pasu
Es fehlen: Kouemaha, Orban, Simunek, Amri, Rivic
Mainz, wie es singt und lacht. Mitnichten. Zwar nicht ganz so trostlos wie 100 Kilometer westlich in der Pfalz aber den eigenen Ansprüchen von einem funktionierendem Spielsystem weit entfernt. Die 0:3 Heimpleite gegen Hoffenheim war Zeuge für das fehlerhafte Spiel der Rheinhessen. Der 12. Tabellenplatz ist nicht der Anspruch, den die „Meenzer“ an sich stellen. Pro Spiel zwei Gegentore sind eindeutig zu viel für die ehemaligen Defensivkünstler aus der Landeshauptsstadt. Ein weiteres Problem ist, dass die vielen Neuzugänge noch nicht richtig integriert wurden. Trotz der sportlich prekären Situation erwartet der 1. FC Kaiserslautern zum Rheinland-Pfalzderby ein volles Haus.
Voraussichtliche Aufstellung: H. Müller – Bungert, Svensson , Noveski, Pospech – Polanski, Kirchhoff, Soto – Ivanschitz – Allagui, Risse
Es fehlt: Szalai
Von Henning Klefisch