Am vergangenen Sonntag hatte sich ALBA bereits gegen den Titelverteidiger Brose Baskets Bamberg durchgesetzt. Überragender Spieler bei den Gästen war wieder einmal Spielmacher DaShaun Wood mit 27 Punkten. Bei den Bayern kam Center Chevon Troutman auf 14 Zähler.
In der hochklassigen Partie fiel die Entscheidung zugunsten der Gäste erst in den Schlusssekunden. Beim Stand von 79:81 aus Sicht der Münchner verlor Nationalspieler Steffen Hamann den Ball an Heiko Schaffartzik, der wenig später mit zwei verwandelten Freiwürfen für die Berliner alles klar machte.
Zuvor hatte die Führung in der intensiv geführten Partie immer wieder gewechselt. Die Bayern lagen 2:23 Minuten vor dem Ende nach einem Dreier von Je'Kel Foster mit 79:76 vorne und schienen das Spiel vor den Augen von Fußball-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger doch noch zu ihren Gunsten zu wenden. Doch dann machten die Berliner neun Punkte nacheinander. ALBA ist nach dem sechsten Sieg in Serie weiter Dritter.
Ein ganz besonderer Abend war es für ratiopharm Ulm. Im letzten Spiel in der altehrwürdigen Kuhberghalle besiegten die Ulmer Phoenix Hagen mit 86:72 und übernahmen damit zumindest für einen Abend die Tabellenführung. 3000 Zuschauer in der ausverkauften Halle sorgten für einen emotionalen Abschied von einer der traditionsreichsten Basketballstätten in Deutschland. Am kommenden Wochenende ziehen die Ulmer in die neue 6000 Zuschauer fassende ratiopharm Arena um. Bester bei Ulm war Isaiah Swann mit 19 Punkten.
Weiter oben dran bleiben auch die Artland Dragons. Die Niedersachsen gewannen daheim gegen den BBC Bayreuth mit 94:74 und holten den vierten Erfolg in Serie. Im Tabellenkeller gelang den Walter Tigers Tübingen ein wichtiger Sieg. Die Tübinger gewannen gegen die New Yorker Phantoms Braunschweig überraschend deutlich mit 94:63.
Die BG Göttingen setzte ihre Talfahrt dagegen fort. Im Niedersachsen-Duell mit EWE Baskets Oldenburg verlor der Tabellenletzte klar mit 70:95 und kassierte damit bereits die neunte Saisonniederlage. Vor allem Rickey Paulding war bei den Gästen nicht zu stoppen und überragte mit 30 Zählern.
Berlin - Am dem 5. Juni kommt es in der Basketball Bundesliga (BBL) zur Finalserie zwischen den Brose Baskets Bamberg und Alba Berlin. Die bisherigen Playoff-Endspielserien (Best of 5) seit 1991 im Überblick:
| Jahr | Begegnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1991 | Bayer Leverkusen - ALBA Berlin | 3:2 |
| 1992 | Bayer Leverkusen - ALBA Berlin | 3:0 |
| 1993 | Bayer Leverkusen - TTL Bamberg | 3:1 |
| 1994 | Bayer Leverkusen - Brandt Hagen | 3:0 |
| 1995 | Bayer Leverkusen - ALBA Berlin | 3:0 |
| 1996 | Bayer Leverkusen - ALBA Berlin | 3:1 |
| 1997 | ALBA Berlin - Telekom Baskets Bonn | 3:1 |
| 1998 | ALBA Berlin - ratiopharm Ulm | 3:0 |
| 1999 | ALBA Berlin - Telekom Baskets Bonn | 3:2 |
| 2000 | ALBA Berlin - Bayer Leverkusen | 3:0 |
| 2001 | ALBA Berlin - Telekom Baskets Bonn | 3:0 |
| 2002 | ALBA Berlin - RheinEnergy Cologne | 3:0 |
| 2003 | ALBA Berlin - universa Bamberg | 3:0 |
| 2004 | Skyliners Frankfurt - GHP Bamberg | 3:2 |
| 2005 | GHP Bamberg - Skyliners Frankfurt | 3:2 |
| 2006 | RheinEnergie Köln - ALBA Berlin | 3:1 |
| 2007 | Brose Baskets Bamberg - Artland Dragons | 3:1 |
| 2008 | ALBA Berlin - Telekom Baskets Bonn | 3:1 |
| 2009 | EWE Baskets Oldenburg - Telekom Baskets Bonn | 3:2 |
| 2010 | Brose Baskets Bamberg - Skyliners Frankfurt | 3:2 |
| 2011 | Brose Baskets Bamberg - ALBA Berlin | 3:2 |